Easy & Tasty
Eco-nutrition Challenge!

 
DAY 4
Die "Nachhaltige Lebensmittel"-Challenge

Sich für nachhaltige Lebensmittel entscheiden heißt sicherzustellen, dass man Lebensmittel der jeweiligen Saison isst anstelle solcher, die außerhalb ihrer eigentlichen Saison „zwangsangebaut“ werden.

Als Alternative hierzu könnten Sie auch Ihre eigenen Lebensmittel anbauen, um sicherzustellen, dass Sie Lebensmittel der jeweiligen Saison essen.

Wenn Sie sich darüber informiert haben, für welches Obst und Gemüse gerade Saison ist, könnten Sie auch versuchen, all Ihre Mahlzeiten heute mit Zutaten zuzubereiten, die gerade in Saison sind?

 

Warum?

Lebensmittel der Saison

Das sind Lebensmittel, die aus Samen angebaut wurden, die zur richtigen Zeit im Boden gekeimt haben. Diese Pflanzen sind von Natur aus stärker und weniger krankheitsanfällig und produzieren daher qualitativ höherwertiges Obst und Gemüse. Außerhalb der eigentlichen Saison werden Lebensmittel auch unter künstlichen Bedingungen „zwangsangebaut“, wofür mehr Dünger und mehr Energie erforderlich sind. Dies kann zu wässrigen, geschmacklosen Produkten führen und unserem Planeten schaden. Achten Sie darauf, Produkte zu kaufen, die auch in ihrer natürlichen Umgebung angebaut wurden. So würde beispielsweise der Anbau von Orangen in einem kühlen Klima sehr viel Energie erfordern!

Die Entfernungen berücksichtigen

Der Begriff der so genannten „Lebensmittel-Kilometer“ hat in den vergangenen Jahren einige Kontroversen ausgelöst. Wörtlich steht der Begriff für die Entfernung, die die Lebensmittel zurücklegen, bevor sie auf dem Teller landen – jedoch wird hierbei nicht berücksichtigt, wie viel Heizenergie beispielsweise im Vergleich zu den natürlichen warmen Bedingungen einer Pflanze erforderlich war, um diese in einem kühleren Klima anzubauen. Allein die Tatsache, dass etwas in einem anderen Land angebaut wurde, bedeutet nicht zwangsläufig, dass es schlechter für die Umwelt ist als etwas, das in der näheren Umgebung angebaut wurde.

 
 

Ihre Gesundheit und die Gesundheit unseres Planeten – Fakten

  • Die meisten Europäer (53 Prozent) denken an die Umwelt, wenn sie Lebensmittel kaufen. Die beiden Hauptkriterien sind hierbei die so genannten „Lebensmittel-Kilometer“ und die Verpackung.
  • Die meisten europäischen Verbraucher kennen die großen Unterschiede hinsichtlich der CO2-Emissionen zwischen Soja- und Kuhmilchprodukten nicht.
  • Sojaprodukte sind im Hinblick auf die die Land- und Wassernutzung sowie die Emission von Treibhausgasen nachhaltiger als Kuhmilchprodukte.
  • Mit einem Hektar Land, auf dem pflanzliche Lebensmittel angebaut werden, kann man fünf Mal so viele Menschen ernähren wie mit der gleichen Fläche, auf der tierische Lebensmittel „angebaut“ werden.
  • Wenn Sie Ihre eigenen Lebensmittel anbauen, müssen weniger Lebensmittel transportiert werden. Und gerade auf dem Transportweg entsteht der größte Umweltschaden. Ihr kleines Karottenbeet wird natürlich keinen ganzen LKW von der Straße nehmen, aber wenn mehr Menschen Lebensmittel selbst anbauen, wird dies zu einem Rückgang der Transportbelastung führen.
  • Kinder essen eher Gemüse, wenn sie es selbst angebaut haben. Wer von uns hat keine schönen Erinnerungen mehr daran, wie es war, Erbsen direkt aus der Hülse zu essen? Kinder sagen seltener „igitt“ zu etwas, das sie selbst angebaut haben.
  • Weniger Abfall. Sie können tote Pflanzen am Ende des Jahres kompostieren und den Kompost im nächsten Jahr zum Düngen verwenden.
 
 

Ihre Gesundheit und die Gesundheit unseres Planeten – Tipps

  • Suchen Sie Lebensmittel aus, die als nachhaltig gelten – frische, pflanzliche Lebensmittel, die nicht stark verarbeitet sind. Nachhaltig angebaute Soja ist eine hervorragende Wahl.
  • Überlegen Sie gut, welche Lebensmittel Sie kaufen und legen Sie sich einen Tagesplan an, den Sie dann mit Ihrer Familie und Ihren Freunden vergleichen können. Wer von Ihnen kauft am umweltfreundlichsten und am ethischsten?
  • Kaufen Sie mindestens ein oder zwei Lebensmittel, die lokal produziert wurden. Im September gibt es reichlich Obst und Gemüse der Saison in Europa. Außerdem unterstützen Sie die lokale Wirtschaft.
  • Kaufen Sie Freilandeier statt Eier von Hennen in Legebatterien – das ist besser für die Hühner und für den Geschmack. Gleiches gilt für nachhaltig gezüchtete oder gefangene Fische und Meeresfrüchte.